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©2011 by A.- V. Schulz

Stand: 22.02.11 

Tammo (Thankmar) Graf in Astfala und Hessengau 
--------------------- Truchseß Kaiser OTTOS III. 
- 1037 
(Tammo = Dammo = Thankmar = Dangmar)
Enkel des Pfalzgrafen Adalbero von Sachsen; Bruder des Bischofs Bernward von Hildesheim 

Heinrich II übertrug im Jahre 1013 medicus causa, copmitaten circumiacentem illud castellum in pago Astvala(als Belohnung die Grafschaft Astfala, die jenes Kastell umliegt) als Lehn. Über Bernward kam die Grafschaft wohl in den Besitz seines Bruders, der hier noch 1013 als Graft nachweisbar ist.

Diesen Bruder Tammo (Thankmar) kennen wir aus der Vita Bernwardi. Von ihm wurde überliefert: Tammo comes imperteratori gratus, vir certe omni morum probitata praeclarus, cuius sollertia atque in illis locis bene tuebatur res publica ( Tammo, Graf dem Kaiser hold, ein Mensch mit allen guten Sitten und Redlichkeit versehen, dessen Fleiss und Industrie dem Staat bekannt). Tammo verteidigte im Jahre 1001 das königliche Kastell Paterno gegen die Römer. Die Urkunde für das von Bernward nach 1010 gestiftete Kloster S. Michaelis in Hildesheim ließ diese Stiftung erfolgen: collaudacione legetimi heredis mei videlicet dulcissimi germani mei Tammonis comtis (zum Preis meines gesetzlichen Erbes, sowie meines süssesten Verwandten und Graf Tammos).

Graf Thankmar versah sein Grafenamt im sächsischen Hessengau, den er wohl von seinem Großvater übernommen hatte. Von 994 an war er hier urkundlich bezeugt. In Viermünden und Herbartshusen im sächsischen Hessengau sprach er nachweisbar Recht. Zu dieser Grafschaft trat als sein Amtsbereich der Astfala, in dem Bernwards Klosterstiftung lag. Seine gräfliche Befugnis erstreckte sich hier über die Orte Asheim (wüst im Lk Hildesheim), Nettlingen, Lafferde, Gadenstedt, Schmedenstedt, Üffingen, Hallendorf, Heerte, Dusunhem (Wüstung Dutzum Kr. Wolfenbüttel), Denstorf, Vöhrum, Weende, Edinhusen (wüst bei Hüddesse, Kr. Hildeshiem), Oblim, Adersheim, Leinde und Dörnten - also alles Orte, die sich vorwiegend in den heutigen Kreisen Peine, Wolfenbüttel und im Landkreis Hildesheim erstrecken. 

Dieselbe Urkunde führte seine Grafschaft im nördlichen Gau Flutwede mit den Orten Aligse, Engensen, Scelhusen (wüst bei Schellerhost), Wiedenrode, Hardesse, Seershausen, Schepelse, Wathlingen und Ütze, also in den Kreisen Burgdorf, Celle und Gifhorn auf. Im Gau Valen unterstand ferner das Gut Kemme seiner richterlichen Amtsbefugnis. Außer dem Grafenamt verwaltete Graf Tammo die Vogtei über Hildesheim,wie die Vita Meinwerci bezeugt. Sie führt auch ein Testat Tammos für das Paderborner Bistum auf. Vermutlich war Tammo mit demjenigen Grafen identisch, der im Jahre 1001 eine Hufe im Raum Ingelheim übertragen erhielt. Im gleichen Jahe wurde einem dilecto nostoro Dammoni discoforo atque comti  (unseren geliebten Schildträger und Graf Tammo) ein aus 5 Hufen bestehendes Gut Löbichau in der Grafschaft des Grafen Ekkehard überwiesen. Diese Besitzzuweisungen waren vermutlich der Ausdruck seines engen Verhältnisses zum König. Seine Beziegungen zu Hildesheim rechtfertigen, dass 1037 als das Todesjahreines Dangmarus comes (Graf Dangmar) in den Hildesheimer Annalen auf ihn beziehen. 

Literatur: Althoff, Gerd, Otto III, Primus Verlag, Darmstadt 1997, S. 204

Die nächste Erwähnung von Wiedenrode (als Wendelingeroth) erscheint 1022 im Kirchenbuch des Bistums Hildesheim in Zusammenhang mit der Gründung des Klosters Wienhausen als Übertragung des Besitzes. 

NEUES

Wiedenrode und das Jahr 1022

Von Matthias Blazek

Schepelse und Wiedenrode haben das Glück, schon recht früh urkundlich genannt worden zu sein. Sie zählen gewiss zu den ältesten Dörfern des Flotwedels: Am 1. November 1022 stiftete der Hildesheimer Bischof Bernward das Kloster St. Michaelis in Hildesheim und stattete dasselbe „collaudatione legitimi heredis mei. uidelicet dulcissimi germani mei. Tammonis comitis“ mit Gütern aus, darunter auch: „In pago derningon. in prefectura Liudolfi comitis. biscopeshusen. Witildesbutjle. Mainum. Sinesrode. Wilradesbutile. aldagesbutile. Wurthorp. Knipenstide. flegthorp. In pago gretinge. Mutha. item Mutha. in pago muthiwide. In pago flutwide. in prefectura Thammonis. Alenhusen. Eddinkhusen. Scelhusen. Uuendelingeroth. hardeshem. Siradishen. Sceplice [Schepelse]. Waditlogon [Wathlingen]. — — Actum in hildesheym“ [Hermann Adolf Lüntzel, Die ältere Diöcese Hildesheim, Hildesheim 1837, S. 355]

Im gleichen Jahre bestätigte Kaiser Heinrich II. diese Stiftung und namentlich den Besitz der vom Hildesheimer Bischof Bernward zur Einrichtung dieses Klosters geschenkten Güter; darunter auch: „In pago dernigon in praefectura liudolfi comitis. biscopeshusen. witildesbutile. mainum. finesrothe. willadesbutile. adagesbutile. wrthorp. cnippenstide. flehttorp. In pago gretinge mutha. Item mutha in pago Muthiwidde. In pago fluthuuidde in prefectura thammonis [„in Tammos Grafschaft“]. alenhusen. eddinkhusen. scelhusen. wendelingeroth. hardeshem. utisson. siradisson. sceplice. waditlagun. — — Actum werella“ [wie oben, S. 360]

Die in den Urkunden von 1022 genannten, zum Gau Flotwedel gehörenden und noch vorhandenen Ortschaften heißen jetzt Aligse, Engensen, Wiedenrode, Hardesse, Uetze, Seershausen, Schepelse und Wathlingen. „Scelhusen“ ist nicht mehr vorhanden, ein „Schellbruch“ (Schellhäuser Bruch) liegt zwischen Uetze und Hänigsen.

Zu dieser Zeit hatten die alten Gaue (pagus) ihre politische Bedeutung schon längst verloren. Vermutlich behielt man die alten Namen der Gaue bei, um einen bestimmten lokalen Bereich deutlicher zu machen.

Auch Wiedenrode wurde dem Kloster pflichtig, damals, nach vorliegender Urkunde, unter dem Namen „Wendelingeroth“. Wilhelm Obermüller schreibt bereits 1868 im „Deutsch-keltischen, geschichtlich-geographischen Wörterbuch“ auf Seite 479:

„Wiedenrode, alt Wedelingeroth bei Eicklingen, von gwidd Wald und reodh Feld; Uetze, alt Utisson, ...“

Der Gau Flotwedel wurde in einer Ausarbeitung des Landschaftsdirektors Wilhelm von Hodenberg (1786-1861) anhand früher urkundlicher Erwähnungen beschrieben. Veröffentlicht wurde der Text im „Archiv für Geschichte und Verfassung des Fürstenthums Lüneburg“, herausgegeben von Ernst Ludwig v. Lenthe, Sechster Band, Celle 1858, S. 375 ff. Von Hodenberg will in der Nennung der Ortschaften eine örtliche Reihenfolge erkennen, die der Bogenlinie eines umgekehrten S entsprechen soll. In „Wendelingeroth“ will von Hodenberg Benrode (östlich von Uetze) erkannt haben: „Für den pagus Flutwide beginnt der Schreiber der Urkunden mit den Gütern im Westen, Aligse und Engensen, geht dann in gerader Richtung von Engensen nach Scelhusen (Schellbruch), Wiedenrode auf Hardesse. Uetze wird in der Bestätigungsur­kunde nachgeholt, es hätte schon vor Benrode genannt sein sollen.“

Richard Scheller, aus Wiedenrode gebürtig, später Bremen-Vegesack, lieferte der Gemeinde Langlingen im November 1971 nicht nur eine Teilabschrift der Wiedenroder Schulchronik des Lehrers (1916-1925) Heinrich Lange, er gab auch einen weiteren Hinweis zur ersten urkundlichen Nennung von Wiedenrode. Demnach habe ihm der Archivar der Michaeliskathedrale in Hildesheim seinerzeit auf sein Anfragen hin gesagt, in einem Schatzregister des Michaelisklosters sei nach seinen Feststellungen der Name „Wiedenroder“ 1049 erstmalig verzeichnet, die Siedlung „Braukeln“ (Bröckel) sei da noch nicht erwähnt.

So sah es hier mal aus   

1. Arbeitseinsatz war am 08.11.2003

Alexander Schaible hat den Auftrag für die Garten- und Landschaftsarbeiten erhalten.

Die Verweilhütte wird aus Kostengründen ganz von uns Wiedenrödern gebaut. 

Am Freitag, 02.04.2004 kam der Zementmischer und das Ringfundament für die Verweilhütte und den Gedenkstein wurden gegossen. Die ersten Mauersteine liegen auch schon bereit.  
Am Ostersamstag haben fleißige Handwerker die Unterkonstruktion gemauert, sodass Alexander dann mit seinen Arbeiten beginnen kann. 

In der Woche nach Ostern wurde der Gedenkstein geliefert.

Also freut euch schon mal, bald kann man so richtig zusehen wie es weitergeht.

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Nachdem alles gepflastert und aufgefüllt war, konnte nun die Fachwerkkonstruktion aufgestellt werden. 
Viele Helfer waren angetreten und Dank der akkuraten Vorbereitung von Günther war die Arbeit nach sagenhaften 
1,5 Std. getan. Die anschließende Stärkung hatten sich alle redlich verdient.

Am 19.06.2004 wurde die Verweilhütte gerichtet. Am Freitag vorher haben wir bei Marga die Richtkrone gebunden.

Nun ist es so weit, die Dachkonstruktion wird aufgebaut. Wie schon bei den Wänden hat Günther wieder eine super Vorarbeit geleistet und nach 1 Stunde steht der Dachstuhl. Jetzt wird der Platz noch etwas für das Richtfest schöngemacht, denn es haben sich der Samtgemeindebürgermeister, der Bürgermeister, einige Mitglieder des Gemeinderates und die Cellesche Zeitung angemeldet. 

Nun sind auch die Bänke da Bestuhlung.jpg (29510 Byte)  Bankspende_Paese.jpg (48748 Byte) 
Der Gedenkstein ist auch fertig  Gravur Gedenkstein.jpg (50898 Byte)


Einweihung der Verweilhütte und des Dorfplatzes

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Der Zaun ist auch fertig, dank Günther und Fritz

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Der Containerplatz im neuen Glanz

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