Tammo
(Thankmar) Graf in Astfala und Hessengau
--------------------- Truchseß Kaiser OTTOS III.
- 1037
(Tammo = Dammo = Thankmar =
Dangmar)
Enkel des Pfalzgrafen Adalbero von Sachsen; Bruder des Bischofs Bernward
von Hildesheim
Heinrich
II übertrug im Jahre 1013 medicus causa, copmitaten circumiacentem
illud castellum in pago Astvala(als Belohnung die Grafschaft Astfala,
die jenes Kastell umliegt) als Lehn. Über Bernward kam die Grafschaft
wohl in den Besitz seines Bruders, der hier noch 1013 als Graft
nachweisbar ist.
Diesen
Bruder Tammo (Thankmar) kennen wir aus der Vita Bernwardi. Von ihm wurde
überliefert: Tammo comes imperteratori gratus, vir certe omni morum
probitata praeclarus, cuius sollertia atque in illis locis bene tuebatur
res publica ( Tammo, Graf dem Kaiser hold, ein Mensch mit allen guten
Sitten und Redlichkeit versehen, dessen Fleiss und Industrie dem Staat
bekannt). Tammo verteidigte im Jahre 1001 das königliche Kastell Paterno
gegen die Römer. Die Urkunde für das von Bernward nach 1010 gestiftete
Kloster S. Michaelis in Hildesheim ließ diese Stiftung erfolgen: collaudacione
legetimi heredis mei videlicet dulcissimi germani mei Tammonis comtis (zum
Preis meines gesetzlichen Erbes, sowie meines süssesten Verwandten und
Graf Tammos).
Graf
Thankmar versah sein Grafenamt im sächsischen Hessengau, den er wohl von
seinem Großvater übernommen hatte. Von 994 an war er hier urkundlich
bezeugt. In Viermünden und Herbartshusen im sächsischen Hessengau sprach
er nachweisbar Recht. Zu dieser Grafschaft trat als sein Amtsbereich der
Astfala, in dem Bernwards Klosterstiftung lag. Seine gräfliche Befugnis
erstreckte sich hier über die Orte Asheim (wüst im Lk Hildesheim),
Nettlingen, Lafferde, Gadenstedt, Schmedenstedt, Üffingen, Hallendorf,
Heerte, Dusunhem (Wüstung Dutzum Kr. Wolfenbüttel), Denstorf, Vöhrum,
Weende, Edinhusen (wüst bei Hüddesse, Kr. Hildeshiem), Oblim, Adersheim,
Leinde und Dörnten - also alles Orte, die sich vorwiegend in den heutigen
Kreisen Peine, Wolfenbüttel und im Landkreis Hildesheim erstrecken.
Dieselbe
Urkunde führte seine Grafschaft im nördlichen Gau Flutwede mit den Orten
Aligse, Engensen, Scelhusen (wüst bei Schellerhost), Wiedenrode,
Hardesse, Seershausen, Schepelse, Wathlingen und Ütze, also in den
Kreisen Burgdorf, Celle und Gifhorn auf. Im Gau Valen unterstand ferner
das Gut Kemme seiner richterlichen Amtsbefugnis. Außer dem Grafenamt
verwaltete Graf Tammo die Vogtei über Hildesheim,wie die Vita Meinwerci
bezeugt. Sie führt auch ein Testat Tammos für das Paderborner Bistum
auf. Vermutlich war Tammo mit demjenigen Grafen identisch, der im Jahre
1001 eine Hufe im Raum Ingelheim übertragen erhielt. Im gleichen Jahe
wurde einem dilecto nostoro Dammoni discoforo atque comti (unseren
geliebten Schildträger und Graf Tammo) ein aus 5 Hufen bestehendes Gut Löbichau
in der Grafschaft des Grafen Ekkehard überwiesen. Diese Besitzzuweisungen
waren vermutlich der Ausdruck seines engen Verhältnisses zum König.
Seine Beziegungen zu Hildesheim rechtfertigen, dass 1037 als das
Todesjahreines Dangmarus comes (Graf Dangmar) in den Hildesheimer
Annalen auf ihn beziehen.
Literatur:
Althoff, Gerd, Otto III, Primus Verlag, Darmstadt 1997, S. 204

Die nächste Erwähnung
von Wiedenrode (als Wendelingeroth) erscheint 1022 im Kirchenbuch des
Bistums Hildesheim in Zusammenhang mit der Gründung des Klosters
Wienhausen als Übertragung des Besitzes.
NEUES
Wiedenrode
und das Jahr 1022
Von
Matthias Blazek
Schepelse
und Wiedenrode haben das Glück, schon recht früh urkundlich genannt
worden zu sein. Sie zählen gewiss zu den ältesten Dörfern des
Flotwedels: Am 1. November 1022 stiftete der Hildesheimer Bischof Bernward
das Kloster St. Michaelis in Hildesheim und stattete dasselbe „collaudatione
legitimi heredis mei. uidelicet dulcissimi germani mei. Tammonis comitis“
mit Gütern aus, darunter auch: „In pago derningon. in prefectura
Liudolfi comitis. biscopeshusen. Witildesbutjle.
Mainum. Sinesrode. Wilradesbutile. aldagesbutile. Wurthorp. Knipenstide.
flegthorp. In pago gretinge. Mutha. item Mutha. in pago muthiwide. In pago
flutwide. in prefectura Thammonis. Alenhusen. Eddinkhusen. Scelhusen.
Uuendelingeroth. hardeshem. Siradishen. Sceplice [Schepelse]. Waditlogon
[Wathlingen]. — — Actum in hildesheym“ [Hermann Adolf Lüntzel, Die
ältere Diöcese Hildesheim, Hildesheim 1837, S. 355]
Im
gleichen Jahre bestätigte Kaiser Heinrich II. diese Stiftung und
namentlich den Besitz der vom Hildesheimer Bischof Bernward zur
Einrichtung dieses Klosters geschenkten Güter; darunter auch: „In pago
dernigon in praefectura liudolfi comitis. biscopeshusen. witildesbutile.
mainum. finesrothe. willadesbutile. adagesbutile. wrthorp. cnippenstide.
flehttorp. In pago gretinge mutha. Item mutha in pago Muthiwidde. In pago
fluthuuidde in prefectura thammonis [„in Tammos Grafschaft“].
alenhusen. eddinkhusen. scelhusen. wendelingeroth. hardeshem. utisson.
siradisson. sceplice. waditlagun. — — Actum werella“ [wie oben, S.
360]
Die
in den Urkunden von 1022 genannten, zum Gau Flotwedel gehörenden und noch
vorhandenen Ortschaften heißen jetzt Aligse, Engensen, Wiedenrode,
Hardesse, Uetze, Seershausen, Schepelse und Wathlingen. „Scelhusen“
ist nicht mehr vorhanden, ein „Schellbruch“ (Schellhäuser Bruch)
liegt zwischen Uetze und Hänigsen.
Zu
dieser Zeit hatten die alten Gaue (pagus) ihre politische Bedeutung schon
längst verloren. Vermutlich behielt man die alten Namen der Gaue bei, um
einen bestimmten lokalen Bereich deutlicher zu machen.
Auch
Wiedenrode wurde dem Kloster pflichtig, damals, nach vorliegender Urkunde,
unter dem Namen „Wendelingeroth“. Wilhelm Obermüller schreibt bereits
1868 im „Deutsch-keltischen, geschichtlich-geographischen Wörterbuch“
auf Seite 479:
„Wiedenrode,
alt Wedelingeroth bei Eicklingen, von gwidd
Wald und reodh Feld; Uetze,
alt Utisson, ...“
Der
Gau Flotwedel wurde in einer Ausarbeitung des Landschaftsdirektors Wilhelm
von Hodenberg (1786-1861) anhand früher urkundlicher Erwähnungen
beschrieben. Veröffentlicht wurde der Text im „Archiv für Geschichte
und Verfassung des Fürstenthums Lüneburg“, herausgegeben von Ernst
Ludwig v. Lenthe, Sechster Band, Celle 1858, S. 375 ff. Von Hodenberg will
in der Nennung der Ortschaften eine örtliche Reihenfolge erkennen, die
der Bogenlinie eines umgekehrten S entsprechen soll. In „Wendelingeroth“
will von Hodenberg Benrode (östlich von Uetze) erkannt haben: „Für den
pagus Flutwide beginnt der Schreiber der Urkunden mit den Gütern im
Westen, Aligse und Engensen, geht dann in gerader Richtung von Engensen
nach Scelhusen (Schellbruch), Wiedenrode auf Hardesse. Uetze wird in der
Bestätigungsurkunde nachgeholt, es hätte schon vor Benrode genannt
sein sollen.“
Richard
Scheller, aus Wiedenrode gebürtig, später Bremen-Vegesack, lieferte der
Gemeinde Langlingen im November 1971 nicht nur eine Teilabschrift der
Wiedenroder Schulchronik des Lehrers (1916-1925) Heinrich Lange, er gab
auch einen weiteren Hinweis zur ersten urkundlichen Nennung von
Wiedenrode. Demnach habe ihm der Archivar der Michaeliskathedrale in
Hildesheim seinerzeit auf sein Anfragen hin gesagt, in einem
Schatzregister des Michaelisklosters sei nach seinen Feststellungen der
Name „Wiedenroder“ 1049 erstmalig verzeichnet, die Siedlung „Braukeln“
(Bröckel) sei da noch nicht erwähnt.

So
sah es hier mal aus

1. Arbeitseinsatz war am
08.11.2003
Alexander Schaible hat den Auftrag
für die Garten- und Landschaftsarbeiten erhalten.
Die Verweilhütte wird aus
Kostengründen ganz von uns Wiedenrödern gebaut.
Am Freitag, 02.04.2004 kam der
Zementmischer und das Ringfundament für die Verweilhütte und den
Gedenkstein wurden gegossen. Die ersten Mauersteine liegen auch schon
bereit.
Am Ostersamstag haben fleißige Handwerker die Unterkonstruktion gemauert,
sodass Alexander dann mit seinen Arbeiten beginnen kann.
In der Woche nach Ostern wurde der
Gedenkstein geliefert.
Also freut euch schon mal, bald
kann man so richtig zusehen wie es weitergeht.
Nachdem alles gepflastert und
aufgefüllt war, konnte nun die Fachwerkkonstruktion aufgestellt werden.
Viele Helfer waren angetreten und Dank der akkuraten Vorbereitung von Günther
war die Arbeit nach sagenhaften
1,5 Std. getan. Die anschließende Stärkung hatten sich alle redlich
verdient.
Am 19.06.2004 wurde die Verweilhütte
gerichtet. Am Freitag vorher haben wir bei Marga die Richtkrone gebunden.
Nun ist es so weit, die
Dachkonstruktion wird aufgebaut. Wie schon bei den Wänden hat Günther
wieder eine super Vorarbeit geleistet und nach 1 Stunde steht der
Dachstuhl. Jetzt wird der Platz noch etwas für das Richtfest schöngemacht,
denn es haben sich der Samtgemeindebürgermeister, der Bürgermeister,
einige Mitglieder des Gemeinderates und die Cellesche Zeitung angemeldet.
Nun sind auch die Bänke da
Der Gedenkstein ist auch fertig 
Einweihung der Verweilhütte und des Dorfplatzes

Der Zaun ist auch fertig, dank Günther
und Fritz

Der Containerplatz im neuen Glanz
